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Kickboxen: Top Ergebnis beim Century Cup in Lünen

LÜNEN. Der Century Cup 2026 entwickelte sich für das Team der Kampfsportschule Berk zu einem wahren Triumphzug. In einem hochkarätig besetzten Feld mit 51 Teams und rund 500 Nennungen aus ganz Deutschland sowie Tschechien bewies die fünfköpfige Delegation eine außergewöhnliche Effizienz. Bei zahlreichen Mehrfachstarts sicherten sich die Athleten insgesamt drei Gold-, vier Silber- und sieben Bronzemedaillen. Das Besondere an diesem Turniertag war jedoch nicht nur das Edelmetall, sondern die Fähigkeit der Sportler, sich von Kampf zu Kampf taktisch zu steigern. 

Jason Bätzel (Eisenach-Neukirchen) avancierte mit zwei Goldmedaillen zum erfolgreichsten Akteur des Wochenendes. Im Pointfighting der Klasse -63 kg dominierte er zunächst Yaroslav Korniienko mit einem deutlichen 15:5 durch technisches K.O. (TKO), bevor er sich im Finale gegen Leys Fejzic trotz einer starken Aufholjagd in der zweiten Runde mit 7:11 geschlagen geben musste und Silber holte. In der Gewichtsklasse -69 kg lieferte er sich einen packenden 15:14-Krimi gegen Anis Triqui, besiegte Marvin Kister souverän mit 18:10 und krönte seine Leistung mit einem fulminanten 11:1-Sieg im Finale gegen Niklas Krause. Auch im Leichtkontakt glänzte Bätzel: Nach einem schnellen TKO-Sieg gegen Abdullah Nakwan sicherte er sich gegen Lukas Schulte mit 3:0 den ersten Platz, während er in der höheren Klasse trotz eines verletzungsbedingten Abbruchs gegen Triqui noch Bronze beisteuerte. 

Ebenfalls in vier Kategorien erfolgreich war Louis Sauer (Schmalkalden), der vor allem durch taktische Flexibilität beeindruckte. Im Leichtkontakt der Klasse -69 kg triumphierte er mit 2:1 gegen Cristi Opinca, nachdem er erfolgreich auf Fußfeger-Techniken umgestellt hatte, und sicherte sich damit Gold. In der Klasse -63 kg erkämpfte er sich gegen Leon Driesener trotz einer vorzeitigen Niederlage den dritten Platz. Im Pointfighting lieferte sich Sauer eine harte Schlacht gegen Driesener, die mit 20:23 knapp verloren ging, ihm aber Bronze einbrachte, während er in der Klasse -69 kg gegen Marvin Cords den Sprung auf den zweiten Platz schaffte.  

Sophia Vogt (Dermbach) überzeugte durch immense Nervenstärke in einem internationalen Umfeld. In der Pointfighting-Jugendklasse feierte sie einen dramatischen 32:31-Sieg gegen die Tschechin Ema Hajduková und schlug Nisa Esen mit 13:8, was ihr den dritten Platz sicherte. In der Damenklasse erkämpfte sie gegen Lilli Singer zudem Silber. Abgerundet wurde ihre Bilanz durch eine Bronzemedaille im Leichtkontakt, in dem sie gegen Anastasia Schalk wertvolle Erfahrungen in der Distanzkontrolle sammelte.  

Iven Baumann (Dermbach-Wiesenthal) lieferte eine der beeindruckendsten Steigerungsgeschichten des Tages. Im Pointfighting der Klasse -47 kg siegte er zunächst gegen Deniz Torpak mit 10:8, unterlag jedoch im Finale Noah Stefan Kraft und holte Silber. In der höheren Klasse -52 kg glückte ihm die Revanche: In einem nervenaufreibenden Duell besiegte er Kraft im „Golden Point“ mit 9:8, bevor er nach einer Niederlage gegen Kevin Klotz zusätzlich Bronze verbuchte. Hendrik Dorna komplettierte das glänzende Ergebnis in der Newcomer-Klasse. Trotz einer knappen 4:6-Niederlage gegen Samir Denker überzeugte er und sicherte sich einen verdienten dritten Platz auf dem Podium.  

Michael Berk zeigte sich nach dem kräftezehrenden Tag hochzufrieden und betonte, dass die Bilanz von 14 Medaillen bei nur fünf Startern die enorme Qualität und taktische Disziplin des gesamten Teams unterstreiche.

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